Was ist E 322?

Sojalecithin-Granulat in einem Glas
Sojalecithin-Granulat in einem Glas Foto: Mx. Granger, CC0, Wikimedia Commons

E 322 ist die E-Nummer für Lecithine. Emulgatoren, die Fett und Wasser verbinden. Sie werden meist aus Soja, Sonnenblumen oder Raps gewonnen, seltener aus Eigelb, und stecken zum Beispiel in Schokolade, Margarine und Backwaren.

Wo wird E 322 am häufigsten verwendet?

Lecithin steckt am häufigsten in Schokolade, Margarine und Backwaren. Es sorgt dort dafür, dass sich Fett und Wasser verbinden und Schokolade gut fließt.

Wofür wird E 322 verwendet?

E 322 gehört zur Gruppe „Andere Zusatzstoffe“ und wird als Emulgator, Antioxidationsmittel eingesetzt.

  • Emulgator: Emulgatoren verbinden Zutaten, die sich sonst nicht mischen, etwa Öl und Wasser, und halten die Mischung stabil.
  • Antioxidationsmittel: Antioxidationsmittel schützen vor Oxidation, die zum Beispiel Fette ranzig werden oder Farben verändern lässt.

In welchen Lebensmitteln ist E 322 erlaubt?

Laut der Datenbank der Europäischen Kommission darf E 322 in 79 Lebensmittelkategorien und Unterkategorien verwendet werden, jeweils nur in bestimmten Produkten und meist mit Höchstmengen. Die Kategorien stammen aus diesen Bereichen:

  • Milchprodukte und Analoge
  • Fette und Öle sowie Fett- und Ölemulsionen
  • Speiseeis
  • Obst und Gemüse
  • Süßwaren
  • Getreide und Getreideprodukte
  • Backwaren
  • Fleisch
  • Fisch und Fischereiprodukte
  • Eier und Eiprodukte
  • Zuckerarten und Sirupe, Honig und Tafelsüßen
  • Salz, Gewürze, Suppen, Soßen, Salate und Eiweißprodukte
  • Lebensmittel für besondere Gruppen (Säuglinge, Kleinkinder, medizinische Zwecke)
  • Getränke
  • Verzehrfertige süße oder herzhafte Happen und Knabbereien
  • Dessertspeisen
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Verarbeitete Lebensmittel, die nicht in die Kategorien 1 bis 17 fallen

Ist E 322 vegan?

Vegan je nach Herkunft: kann aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen stammen. Die Herkunft steht meist nicht auf dem Etikett.

Hat E 322 etwas mit Gentechnik zu tun?

Gentechnik: Kann aus Pflanzen gewonnen werden, von denen es gentechnisch veränderte Sorten gibt, etwa Soja, Mais, Raps oder Zuckerrüben. Stammt der Stoff aus einer GV-Pflanze, muss das in der EU auf dem Etikett stehen (Verordnung (EG) Nr. 1829/2003).

Bei Lebensmitteln mit der Angabe „ohne Gentechnik“ und bei Bio-Lebensmitteln sind solche Stoffe aus oder durch gentechnisch veränderte Organismen grundsätzlich ausgeschlossen.

Wie steht E 322 auf dem Etikett?

In der Zutatenliste steht der Stoff mit seiner Funktion, gefolgt von der E-Nummer oder dem Namen, zum Beispiel „Emulgator: E 322“ oder „Emulgator: Lecithine“.

Quellen